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Wildpark Feldkirch: Erste Schadensbilanz

Auf der Generalversammlung des Wildparks Feldkirch hat Präsident Wolfgang Burtscher eine erste vorläufige Schadensbilanz durch den Sturm Burglind vom vergangenen Dezember und zwei weitere Föhnstürme gezogen.

Demnach beläuft sich die Schadenssumme auf über 80.000.- Euro. Nahezu alle Gehege wurden durch umstürzende Bäume beschädigt. Die Schäden an Zäunen, Gehegen und Futterhäusern sind durch Versicherung weitgehend gedeckt. Vom Wildpark selbst zu bezahlen ist jedoch die Wiederaufforstung innerhalb der Gehege. „Dafür können wir dankenswerterweise auf die zahlreichen Spenden zurückgreifen, die uns in den letzten Wochen erreicht haben“, sagte Burtscher. Bereits kommende Woche wird mit der Pflanzung von über 100 Bäumen in den Gehegen begonnen, denn der Wildpark ist verpflichtet, mindestens fünf Prozent der Flächen zum Schutz der Tiere zu beschatten. Gepflanzt werden Laub-und Nadelbäume, um den bisherigen Charakter eines Mischwaldes zu erhalten. Im Umfeld des Wildparks wird der städtische Forst in den nächsten Wochen weit über 1.000 Bäume pflanzen, wie Forstamtsleiter Elmar Nöckl bei dieser Gelegenheit bekanntgab. Burtscher bedankte sich bei Nöckl ausdrücklich über den enormen Einsatz bei den Aufräumungsarbeiten, aber auch bei Versicherungsmakler Otmar Walser für die speditive Art der Schadensabwicklung. Bei den Waldarbeiten wurden übrigens auch über 500 Arbeitsstunden von Flüchtlingen geleistet.

Zwei Gehege werden im Zug der Reparaturarbeiten mit Hilfe der Spendengelder neu gestaltet. Für das Sika-Wild wird eine Art natürlicher Plattform mit sehr niedrigen Zäunen errichtet. Dadurch wird den Besuchern ein noch besserer Blick auf die Tiere ermöglicht. Die stark beschädigte Voliere für das Birkwild soll nach Plänen des Architekturbüros Rainer und Amann völlig neu gestaltet werden.

Betriebsleiter Christian Ammann berichtete, dass im letzten Jahr die Wildschwein-Anlage neu gestaltet wurde, mit einem großen Suhl- und Wühlbereich. Laut Ammann schenkt der Wildpark der Wald- und Wild-Pädagogik immer mehr Augenmerk. Diesem Zweck dient auch ein in den kommenden Wochen vom Imkerverband errichteter Lehrbienenstand im Fuchshaus, aber auch Workshops und Vorträge und die Führungen durch den Wildpark. Ammann musste auch berichten, dass in letzter Zeit insgesamt elf Jungtiere während der Nacht verschwunden sind. In einem Fall wurde ein Mufflon-Schaf totgebissen, wobei trotz der Installierung von Infrarot-Kameras und intensiver Kontrollen durch die Mitarbeiter die Ursachen noch nicht festgestellt werden konnten.

Das Resümee von Bürgermeister Wilfried Berchtold auf der Generalversammlung: „Der Wildpark ist eine der größten Attraktionen der Stadt. Es ist beeindruckend, was in diesem Verein durch ehrenamtliche Mitarbeit alles geleistet wird.“